Berlin Diskret: Aufnahmen im Big Snuff Studio

„Hi Guys! How you‘re doing?“ – „Fein!“ – „Fein!“ Einer nach dem andern trudeln jetzt die BERLIN DISKRETIS ein. Nene Baratto schüttelt jedem die Hand; er ist schon seit zehn Uhr morgens da. Nene ist ein Morgenmensch. Nene ist ein Mastermind. „Na!?“, sagt Asphalt Tiger, als er den Recording Room betritt. The Artist formerly known as Metal Warrior hat sein Schlagzeug schon aufgebaut. Don Lotzo kommt rein, stöpselt seinen Bass ein und haut drauf: „Amtlicher Sound!“ – „Yesss!“ Asphalt Tiger holt seine Gitarre aus der Tüte (erst mal geradebiegen) und versucht, das Knäuel seiner Kabel zu entkutzeln. „Sechs Meter reinster Wahnsinn!“ The Artist formerly known as Metal Warrior eilt ihm zu Hilfe, Handkantenschlag: „Gordischer Knoten! Ganz einfach!“, erklärt er gelassen.

Bei BERLIN DISKRET hilft einer dem andern! Don Lotzo schraubt die beiden Bleche der Hi-Hat am Schlagzeug von The Artist formerly known as Metal Warrior mit Schraube und Mutter fest zusammen: „Damit das richtig scheppert! Wie bei den RAMONES! 1977.“ Herr Bottrop stellt seinen Miniamp aufs Podest und dreht die Regler auf: „Fertig!“ Schmelzi Käsefaust ruft auf dem Mobiltelefon an: „Ich bin auf dem Anflug. Wo muss ich hin?“ – „Berlin!“, ruft Herr Bottrop in den Raum. – „Hier ins Studio!“, ruft Don Lotzo. – „Big Snuff Studio!“, präzisiert Metal Warrior von hinter der Trommel.

BD REC 2

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Konzentration. Sammlung. Zen. Rauschen über die Kopfhörer. – „Hey Guys! Are you ready to do the recordings?“, Nene (one of the most patient guys on the whole wide world) asks patiently. Die DISKRETIS können seine Stimme nur über Kopfhörer hören, denn er sitzt in His Masters Room, weit weg von dem Aufnahmeraum mit den schwarz gedämmten Wänden. – ?? – „Just wait a second! My guitar is out of tune!“ (Asphalt Tiger) – „Ready??“ – „Yesss!“ – Nene: „Sound is rolling!“ – Metal Warrior zählt mit seinen unzerstörbaren Schlagzeugstöcken aus dem Redwoodmammutbaum an, und dann geben die Jungs von BERLIN DISKRET alles, was sie sich in den letzten Monaten Proberaumklausur raufgeschafft haben: pure Energie! Dann: die Stille nach dem Song. – … – „You guys think that‘s okay?“ (sceptical voice over the headphone) – „Yessss!“ – „Okay! Next song!“

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In Nullkommanichts sind alle Tracks im Kasten. Jetzt ist Schmelzi Käsefaust mit Einsingen an der Reihe. Ring Ring, Telefon: „Schmelzi!?“ – Doch da stolpert Käsefaust auch schon atemlos ins Studio, wirft seine Reisetasche in die Ecke, krallt sich das Mikro, und auf einen Rutsch, ohne ein einziges Mal Luft zu holen, singt er alle Songs ein. It‘s magic! – „Are you fine with the vocals?“ – „Yesss!“

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Nächster Tag. Asphalt Tiger (not a Morning Guy) muss früh aufstehen, um seine Gitarren-Soloparts einzuspielen. Er nimmt eine Kanne extra starken Kaffee mit, die Frühstücksstulle kaut er auf dem Weg ins Studio. It‘s a Rock‘n‘Roll-Work-a-day-World. Im Recordingroom angekommen, hört er über dicke Kopfhörer das Rauschen in seinen Ohren. – „Can we start?“ (Nenes voice over the headphones) – „Yes! No! Again!“ Asphalt Tigers Nerven sind gespannt wie Drahtseile, doch irgendwann ist alles im Kasten: „First take, best take!“ – Nach und nach kommen die anderen DISKRETIS ins Studio und stehen bald einer nach dem andern vor dem Mikro mit dem schwarzen Ploppschutz.

Au weia! Schmelzi Käsefaust krächzt und schaut erschrocken in die Runde. Was hilft am besten gegen Heiserkeit? „Ingwer!“, weiß The Artist formerly known as Metal Warrior. „Honig!“, schwört Don Lotzo. „Kamillentee, sagt Udo Jürgens“, zweifelt Asphalt Tiger. „Ne Kippe und n Bier!“, verordnet sich Schmelzi Käsefaust und verschwindet im Aufnahmeraum.

Time keeps on slipping, slipping, slipping, into the future. Lotze ist dran. „I had to turn your volume down for 25 dB! Didn‘t know in the beginning that you would be shouting so loud!“ Don Lotzo hebt die Augenbrauen, als er vom Einsingen zurück kommt. Asphalt Tiger staunt: Nicht schlecht, Herr Specht! 25 Dezibel, das ist der Lautstärkeunterschied zwischen einem gesunden Mischwald und der Startbahn West! Don Lotzo feixt: „Zurück zum Beton!“ – Jetzt ist Metal Warrior am Mikro und flüstert satanische Botschaften hinein. Die Jungs am Mischpult erschrecken. – Zum Schluss Asphalt Tiger. Don Lotzo lobt: „Wow! The Voice of Germany!“ (Oder meint er The Worst of Germany ??) – Zwischendurch meldet sich Herr Bottrop übers Telefon, Kontrollanruf: „Alles okay bei euch?“ – „Yessss!“ Auch die Overdubs sind nun im Kasten.

BD REC 1

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Dritter Tag. Rough Mix. Herr Bottrop, der Auswärtsgitarrist, hat eine lange Mail geschickt, was alles an seiner Gitarrenspur ausgebessert werden muss: delete bad note, copy and paste good note, and so on. Bottrop ist Digital Punk 4.0. Nene schiebt unermüdlich Gitarren- und Gesangsspuren auf dem Bildschirm hin und her, während die Jungs von BERLIN DISKRET, längst erschöpft, in der Chilloutwüste Handynet Erholung suchen. Die B.Z.-Story von den Berliner G20-Cops, die von den Hamburger Cops wegen „Sex, Suff, Randale“ nach Hause geschickt werden, bevor sie überhaupt wie gewohnt richtig losprügeln können, ist richtig geil! Die DISKRETIS kichern, was das Zeug hält.

„Hey Guys!“ Nene ermahnt die DISKRETIS zu mehr Konzentration: „Listen!“ Die Jungs von BERLIN DISKRET reißen sich zusammen und lauschen gebannt. Nene zaubert am Mischpult und lässt den Sternenstaub auf den Tonspuren glitzern. Die Jungs folgen jeder Handbewegung, jedem Schieben der Regler und Drehen der Knöpfchen: „It‘s magic!

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„So, now everything is perfect!“ Nene ist zufrieden. „Can you please type the title of the song?“ Asphalt Tiger tippt in den Musikcomputer: „W-o-c-h-e-n-e-n-d-l-i-e-b-e.“ – „What the hag does THAT mean??“ Nene schaut erschrocken. – „It means“, versucht Don Lotze die Geheimnisse seiner Sprache zu erklären: „Weak and Laugh. German is a very strange language! ‚Kch, Kch, Kch‘: Like Arab, you know!?“

Endlich: Alle Tracks sind fertig! „It‘s Cocaine for the ears!“, schwärmt Schmelzi Käsefaust, lacht und zeigt auf sein Ohr. – „It‘s miraculous!“ Don Lotzo hält beide Daumen hoch. – „One of the most fascinating records on this planet!“ – Doch Schmelzi Käsefausts Forscherinstinkt wittert, dass aus den geheimnisvollen Musikmaschinen in Nenes Studio noch mehr herauszuholen ist: „Was passiert eigentlich, wenn man hier auf den roten Knopf drückt?“

roter knopf

Entsetzen zeichnet sich auf den Gesichtern ab: „Nicht! Schmelzi! Nicht drücken!“ — „Hey Guy! Don‘t press the button! Don‘t do that! Pleeease!!“ — „Schmelzii!“ — „Bitteee!“ — „Niiiichchchcht!“

Wird er es getan haben? Werden die andern DISKRETIS es geschafft haben, ihren Sänger davon abzuhalten? Wird Nene, the most patient Recording Engineer in the whole wide world, ihm ins Gewissen geredet haben können?

Ihr werdet es herausfinden – in wenigen Monaten, beim Plattenhändler eures Vertrauens.

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Die Kassetten sind da!

berlin diskret tape

1969: Als die Astronauten das erste Mal auf den Mond geflogen sind, haben sie den Außerirdischen als Geschenk eine Langspielplatte mitgebracht. Klappe auf, Armstrong springt raus, erste Schritte auf dem Mond: Hüpf! Da stand er dann. Umhängetasche auf, in rotes Geschenkpapier eingewickelte Geschenkeplatte rausholen. Wer nicht kam? Die Außerirdischen. Jeder kennt die Bilder: Armstrong stapft mit riesigen Moonboots auf dem Mond herum. Die Aliens dachten: „Sieht der scheiße aus!“ Was war drauf auf der Platte? Erst kurz vor seinem Tod hat Neil Armstrong das verraten: Natürlich, Woodstock … Keine Außerirdischen? Kein Wunder!

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Zweiter Versuch: 1977. Punkliebhaber atmen auf: Das Jahr des Punk!

Die Raumsonden Voyager 1 und 2 fliegen ins All. Das All wird dunkler, der blaue Planet kleiner. Mit den Sonden werden Goldene Schallplatten ins All befördert. Neben einer Ansprache des Wehrmachtsangehörigen und damaligen UN-Generalsekretärs Kurt Waldheim (geil: „Wir treten aus unserem Sonnensystem ins Universum auf der Suche nur nach Frieden und Freundschaft …“) und typischen Geräuschen von der Mutter Erde (Erdbeben, Donner, Regen, Wind, Tiergeräusche, Trecker, Autos, menschliche Vitalfunktionen und ein heterosexueller Kuss) enthalten die Schallplatten auch Musikaufnahmen. Unter den 27 Musikstücken befindet sich – neben unbestreitbar okayen Kompositionen von Mozart, Beethoven und Bach, dem Initiationsgesang eines Pygmäenmädchens, einem Männerhausgesang aus Neuguinea und aserbeidschanischen Sackpfeifengedudel – jedoch nur ein einziges Lied, das außerirdischen Punks gefallen könnte: Johnny B. Goode von Chuck Berry.

Warum??? Das Album der Sex Pistols kam erst raus, als Voyager 1 und 2 schon etwa zwei Monate lang im All schwebten. Doch die wesentlich geilere Scheibe der Punkband The Damned, Damned Damned Damned, war schon etwa ein halbes Jahr draußen!

Menschliches Versagen ist schuld daran, dass die Goldenen Schallplatten der Voyager nicht viel aufregender als ein beliebiger K-Tel-Hitparadesamplers, eine Arcade-Schlagerrallye oder die Superhits aus Wim Thoelkes Großem Preis ausfielen.

Es ist kein Wunder: Die außerirdischen Jungpunks haben sich die Schallplatten der Voyager, neugierig und weltoffen wie sie waren, zwar mal kurz angehört. Aber richtig gefetzt hat das nicht! Im Vergleich zu dem, was sie seit einiger Zeit auf ihren Kassettenradios aus den Ätherwellen aus dem All mitschnitten – The Clash, Buzzcocks, The Ramones, Dictators und Dead Boys und der ganze heiße Scheiß – war Chuck Berry eben Schnee von gestern, und der alte Schockrocker Kurt Waldheim of SA-Fame hat natürlich bei denen ganz derbe abgekackt. Diese Schallplatten lockten einfach keinen einzigen außerirdischen Jungpunk von seinem heimischen Kassettenrekorder weg, und so blieb die ganze interstellare Punkszene von den Weltraumforschern unentdeckt.

Schade!

Die Kaufkassette von Berlin Diskret jedenfalls, mit allen Titeln ihrer großartigen Scheibe Kurfürstendamnedamnedamned, ist für den sagenhaften Kaufpreis von nur 5 Mark, sorry: 5 Euro — bei Twisted Chords erhältlich! Auf 100 Stück limitiert, Vierfarbcover, blaue Tapes und blaue Hüllen. Sieht dufte aus, fühlt sich gut an.

Holt sie euch! Schnell! Ihr außerirdischen Jungpunks.

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„There’s aliens in our midst / where they come from, no-one knows“ (The Twinkeyz)

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Das war eine dufte Party!

Danke an alle, die bei unserer Record Release Party im Kastanienkeller mit uns gefeiert haben! Ein super Abend!

Daniel Distraction hat uns gefilmt: Was wir an einem Freitag den Dreizehnten so auf der Bühne machen. Tausend Dank, Daniel!

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Es fing an wie immer. Helles Licht, alles hin und her schieben. Verstärker, Mikrofonständer, Trommeln. Kabel: Stolperfalle. Kilometer Kabel!
Dann ging das Licht aus und die Leute waren da. Konzert: Sold out.

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DIE TUNNEL drehten sofort die Boxen auf. Gitarre, Bass, Synthie, Drums. Blaues Licht, rotes Licht. Trip trip, trip trip, trip trip, trip tripping! Psychedelische Musik, Dreizehnte Stockaufzüge und kalifornische Wellen. Große Hallräume: so hört der Weiße Hai Musik!

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Danach PISSE. Unter den Leuten jetzt auffällig viele KunststudentInnen mit Situationistenfrisuren. Lassen ihre Kleider wohl bei Bauhaus schneidern? PISSE spielten mit Hochdruck. Die Leute konnten nicht mehr an sich halten und spritzten mit gelber Flüssigkeit rum und jeder bekam sozusagen einen „Strahl der Wahrheit“ (so sagten die katholischen Konzilsväter 1965) ab. PISSE: von oben bis unten klatschnass!

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Kein Leichtes für BERLIN DISKRET, sozusagen in die Fußstapfen von PISSE, in die tiefen Pfützen, die PISSE auf der Bühne hinterlassen hatte, zu treten: halsbrecherische Angelegenheit, Ausrutscher lebensgefährlich. BERLIN DISKRET absolvierte das Bühnenprogramm mit Bravour, meisterhaft, machte gute Miene zum kindlichen Spiel.

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Zugabe! Die Überraschung des Abends war offiziell gar nicht angekündigt: FOTZENPOWER GERMANY, eine neue Supergroup. Die drei Musikerinnen gaben, kurz nach ihrer Gründung, bereits ihr drittes Konzert vor ausverkauftem Haus. Neben PISSE ist die Newcomerband FOTZENPOWER GERMANY ein weiterer Beweis, dass der menschliche Körper mit allem Drin, Drum und Dran immer noch zum Faszinierendsten gehört, was sich junge Punks vorstellen können. Einigen macht das Angst, und daher wird FOTZENPOWER GERMANY bereits kontrovers diskutiert. BERLIN DISKRET wünscht der Band viel Erfolg!

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War das ein schöner Abend! Am nächsten Tag dann ein schlimmes Erwachen: Das Radio berichtet über die Terroranschläge in Paris … an einem Freitag, den Dreizehnten …

Ein Trost: Die Musik der drei Bands hallte den Jungs von BERLIN DISKRET noch lange in den Gehörgängen nach, und auch der Geruch dieses Abends mit TUNNEL, PISSE und FOTZENPOWER blieb an ihnen haften und sollte sie noch einige Tage begleiten: ein schwerer Duft, etwas süßlich, stechend scharf. „Du riechst nach …“, schnüffelten die Leute: „Du riechst … so nach Mensch!“
Ist das nicht ein schönes Kompliment? In dieser kalten, herzlosen Zeit?

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Hier ein weiterer Konzertbericht vom Dubpunker, der auch einige Songs auf Youtube gestellt hat. Danke dafür! Und hier sind die großartigen FOTZENPOWER GERMANY ! Applaus! Applaus! Applaus!

13.11. Record Release Party mit BERLIN DISKRET, PISSE und TUNNEL @ Kastanienkeller

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Abb.: Der junge Horst Buchholz in seiner Paraderolle als Elitesoldat des Kommando Spezialkräfte der Bundeswehr – ein feuchter Traum von Jungpunks, die sich PISSE und DIE TUNNEL nennen (a.k.a. DIE MOKKA-TUNNEL).

BERLIN DISKRET feiert mit den Jungpunks ihre RECORD RELEASE PARTY.

Wo? Kastanienkeller, Berlin

Wann? Freitag, 13. November 2015, ab 22 Uhr.

BERLIN DISKRET LP-RELEASE von KURFÜRSTENDAMNEDAMNEDAMNED! — PISSE!DIE TUNNEL! — HORST BUCHHOLZ! GEIL!

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Die duften Jungs von der KSK beweisen im Kampfeinsatz in Afghanistan oder wo man sie sonst noch hinschickt (weil sie bei uns in der Fußgängerzone nur noch auf dumme Gedanken kommen und delinquent werden), besonderen Mut: Sie brauchen keine schwere Rüstung, weil sie die Spezialwaffe Mut und Überlegenheit und Sexiness haben. Sie lecken mit ihrer Zunge an der Messerklinge, und ihr junges Blut läuft strahlend rot und heiß über den glänzenden Stahl, um dampfend in den Wüstensand zu fallen. Allen voran ins Feld springt Horst Buchholz, der um die Ecke vom Kastanienkeller, Berlin Ecke Schönhauser, seine erste Nahkampferfahrung gesammelt hat. Er reißt sich in der Hitze des Einsatzgebiets die Kleider vom Leib, um die Echtheit der Welt auf seiner Haut zu spüren: Geil.

Ihren Helm brauchen die Jungs von der KSK nicht als Schutz gegen herabfallende Bomben, sondern gegen die herabfallende Sonne. Wenn ihre feuchten blonden Locken vom Schwitzen zu feucht sind, so dass ihnen vom beißenden Salz Tränen in ihre treuen Augen steigen, heben sie einfach ihren Helm und eine Drohne kommt und föhnt die Haare mit dem Propeller trocken. Ihre Haare wehen im Wind. Einfach GEIL!

PISSE und TUNNEL von der KSK geht bei ihrem Einsatz im Kastanienkeller voll einer ab! KSK, ihr Punks, heißt übrigens Kommando Spezialkräfte, nicht Künstlersozialkasse. Die KSK ist der DSK, der Division Schnelle Kräfte unterstellt, und Angaben über Erfolge und Verluste werden bei denen nicht gemacht. Das ist PUNK!

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Damit sind die geilen Bands PISSE und TUNNEL schon erschöpfend beschrieben und wir wären bei BERLIN DISKRET, aufgrund des Senioritätsprinzips Headliner des Abends.

Die — so die Konzertankündigung im Stressfaktor — „Berliner Altpunks ‚Berlin Diskret‘ (Ex-Shocks, Terrorgruppe, The Bottrops)“ bleiben auf ihrer RECORD RELEASE PARTY vorerst im Dunkeln. Wenn die Jungs von PISSE und DIE TUNNEL erschlafft von der Bühne kommen, drängen sich die Altpunks nach vorn, ins Licht, legen ihnen die Arme um die schlanken Hälse, tätscheln ihre flaumigen Wangen und fahren mit gierigen Fingern durch ihre salzigen Haare unter dem Helm, um sich beim Ablecken an den Schweiß von Sid Vicious zu erinnern, den sie 1977 von den Bühnenbrettern geleckt haben. Tränen der Rührung: PUNX NOT DEAD!

OH NO! 1977 bis 2015: eine lange Zeit. BERLIN DISKRET, der beliebtesten Punkband Alt-Kreuzbergs, gelingt es im Flug, die Jahre zu überbrücken, die Zeit zu vergessen und in die reine Gegenwart EINZUTAUCHEN. Wie ein sich nicht öffnender Fallschirm springen sie auf die Bühne, ins strahlende Rampenlicht, und tanzen zum Herzschlag der besten Musik. Einfach geil!

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Abb.: Ein Zeitdokument aus trüber Zeit: DIE TUNNEL von Berlin featuring Horst Buchholz im Jahre 1981. Der ursprüngliche, gute 1977er Punk war tot und die übriggebliebenen Punks lieferten sich, in hässliche Uniformen gehüllt, kriminelle Kleinkriege in den Fußgängerzonen von Gesamt-Berlin. Um wie vieles besser ist alles heute: Sexy angebräunte Punks in der KSK! Raus aus dem Kiez und rein, wo die Sonne immer scheint!

20.6. Berlin Diskret im White Trash Fast Food

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EXTRA Live-Event für Restaurantgäste!!

Das White Trash Fast Food präsentiert eine lecker Band: BERLIN DISKRET!

Manche kennen sie schon, viele wussten, dass man dazu gut trinken, aber niemand wusste, dass man dazu auch essen kann.

Hmmm, BERLIN DISKRET!

Es sind auch keine Gräten drin.

Hier der Link zum Live-Event:

http://www.whitetrashfastfood.com/events/7973-lobotomy-ltd–live–berlin-diskret

Und zum Verdauen und Runterspülen? Na klar! Einen Hörner-Whiskey oder aber eine Jagdsitz-Cola! Zur Musik von DJ Lobotomy und Ey Gray (Punk / Punk / Punk)

BERLIN DISKRET stoßen mit dir an, sobald sie wieder von der Bühne sind!

Und wenn doch eine Gräte drin war oder – besonders gefährlich! – ein spitzer Hühnerknochen, haut dir BERLIN DISKRET konkret und kumpelhaft auf den Rücken. Dann ist alles wieder super.