Unser erstes Konzert mit dem neuen Sänger

In der Nacht vor dem ersten gemeinsamen Auftritt hat keiner so richtig geschlafen; alle sind aufgeregt. Jetzt stehen die Fünf von BERLIN DISKRET endlich vor der Eingangstür vom Rummelplatz, wo sie heute Abend gemeinsam mit den Metalpunks von NOCTURNAL SCUM spielen werden. Nervös fahren sich alle nochmal durch die Haare, polieren mit der bloßen Faust die dreckigen Schuhspitzen, bevor der Mutigste die Klingel drückt. „Wer da?“

„Wir sind DIE NEUEN von SCHMELZI KÄSEFAUST!“

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SCHMELZI KÄSEFAUST ist mit allen hier dick befreundet; er hat auch das Konzert mitorganisiert. „Hallo!“ Die Leute vom Rummelplatz sitzen lässig am Tresen, jetzt erheben sie sich und schütteln DEN NEUEN die Hand. SCHMELZI strahlt, als er merkt, dass die Jungs von BERLIN DISKRET bei seinen Freund_innen durchgehen, und seine neuen Mitmusiker sind erleichtert, dass alle hier so unmackerig sind.

Kein Wunder: Die Wagengruppe Rummelplatz hat sich am Rande Friedrichshains einen Freiraum geschaffen, wo sie selbstorganisiert leben, Vokü machen, hin und wieder auch wundervolle Punk-Konzerte veranstalten – und nicht zuletzt politisch in eine Stadtentwicklung intervenieren, deren Slogan „arm, aber sexy“ auch „Verdrängung, aber schnell“ bedeutet. Und so viel D.I.Y. geht nur mit Solidarität – auch mit den NEUEN von SCHMELZI KÄSEFAUST!

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Die Jungs von BERLIN DISKRET kriegen jetzt erst mal ein Bier in die Hand gedrückt – zur Beruhigung nach der großen Aufregung (Asphalt Tiger: „Das war ja aufregender als Schwiegermutterbesuch!“).

Dann geht es los: Die Leute vom Publikum füllen den Konzertraum und wollen mehr. Die Fünf von BERLIN DISKRET springen auf die Bühne, und alle Lichter gehen an. SCHMELZI KÄSEFAUST schnappt sich das Mikrofon: „Das ist meine neue Band: BERLIN DISKRET!“, schreit er stolz – und die Leute jubeln!

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Jetzt zählt The Artist formerly known as Metal Warrior mit seinen neuen Schlagzeugstöcken an: „One, two, three, four!“ Die folgende halbe Stunde vergeht wie im Flug. Bald ist kein Halten mehr. Die Fünf von BERLIN DISKRET können sich nicht erinnern, jemals einen so großartigen Auftritt gehabt zu haben. Sie spielen, bis sich die Gitarrenhälse verbiegen und die Saiten reißen.

SCHMELZI singt sich die Kehle aus dem Hals, und die Leute kleben an seinen Lippen. Auf dem Höhepunkt der Begeisterung ist das Konzert auch schon zu Ende. „Ihr wart ein wundervolles Publikum!“, verabschiedet sich SCHMELZI KÄSEFAUST und verschwindet mit seinen neuen Bandkollegen hinter die Bühne.

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Bilder einer Band, wie wir sie hier sehen, prägen sich dem Publikum rasch ein: Fünf Charaktere, so unterschiedlich wie die der Village People, Caught in the Act oder TKKG: ein 77er Stromkasten-Gammler, ein Ska-Modernist mit Schuhen aus England, ein langhaariger Postmetaller, ein spleeniger Chemiker mit Laborbrille und – mit dem neuen Sänger SCHMELZI KÄSEFAUST endlich und zu guter Letzt: ein echter Hammerhead-Punker!

„Jippie!“ Die Fünf von BERLIN DISKRET sind überglücklich: „Endlich ist die Boygroup komplett!“

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Alle Fotos: Valeria. Herzlichen Dank!

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Konzert – mit dem Neuen!

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Es ist soweit! Endlich: BERLIN DISKRET spielen live – mit DEM NEUEN!

Die Fünf von BERLIN DISKRET haben ihre Tischtennisschläger wieder gegen Musikinstrumente ausgetauscht und waren fleißig im Probenraum.

Die Winterpause ist vorbei – Frühjahrsputz: Herr Bottrop und Asphalt Tiger holen die Spinnweben von ihren Röhrverstärkern, beseitigen das Kratzen der Potis mit Hausmittelchen und bringen den edlen Lack ihrer Gitarrenkörper mit Extrapolitur auf Hochglanz. Don Lotzo schmiert sämtliche Mechaniken seiner Bassgitarre mit Maschinenöl; die Stahlsaiten werden mit Handcreme richtig geschmeidig. The Artist formerly known as Metal Warrior feilt seine Crashbecken am Rand extra scharf an. Dann reißt er das Paket auf, das soeben aus Amerika eingetroffen ist: zwei neue Drumsticks aus dem Holz des dreitausend Jahre alten kalifornischen Riesenmammutbaums (Sequoiadendron giganteum) – die halten ewig!

DER NEUE steckt sein Mikrofon in die Jackentasche: „Wann seid ihr denn endlich soweit? Kanns langsam mal losgehen!?“

Das erste Konzert mit DEM NEUEN – und einem Haufen neuer Songs: Die Fünf von BERLIN DISKRET sind aufgeregt. Alle stellen sich nochmal vor dem Bandraumspiegel auf, kämmen sich mit Spucke die Haare und nesteln am Kragen: Jetzt sehen sie gut aus! Dann gehen sie sofort auf die Bühne.

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Wo? Wann? Was?

BERLIN DISKRET (PUNK) + NOCTURNAL SCUM (STENCHCORE)

Rummelplatz (Waschbar), Gürtelstraße 26, Berlin Friedrichshain

Freitag, 10. Februar, 21 Uhr

Eintritt: Spende – für den Rummelplatz!

 

Ein Wintervormittag mit Berlin Diskret

„28“ – The Artist formerly known as Metal Warrior reißt ein Kalenderblatt ab. „Der Januar vergeht in diesem Jahr irgendwie viel langsamer als sonst“, wundert er sich. Die Fünf von BERLIN DISKRET sitzen in ihrem Proberaum. Draußen vor dem Fenster tanzen die Schneeflocken, und auf der anderen Straßenseite schippt Frau Heimann, ihre Nachbarin, Schnee vom Fußgängerweg runter. Metal Warrior öffnet das Fenster und winkt: „Hallo, Frau Heimann!“ Dann schließt er es schnell wieder: Minustemperaturen!

„Hat eigentlich schon irgendjemand die Zeitung heute reingeholt?“, fragt Don Lotzo in die Runde. Bei diesem ungemütlichen Wetter geht niemand freiwillig vor die Tür. Da pfeift plötzlich der Teekessel. „Will noch jemand Pfefferminztee?“, ruft Herr Bottrop freudestrahlend und läuft mit der frisch gefüllten Warmhaltekanne einmal durch den Raum. „Ich!“ Asphalt Tiger hebt den Finger. Nachdem er den Schal für Don Lotzo fertig gestrickt hat, ist jetzt ein bunter Pullover dran. „Für wen?“, erkundigt sich DER NEUE neugierig. „Für dich!“, verkündet Asphalt Tiger: „Bandpullover!“

Vormittägliche Stille legt sich wieder über den Raum, und nur die Wanduhr tickt leise. „Ich schreib jetzt mal der Tante Gerda!“, verkündet Herr Bottrop und setzt sich mit einem weißen Blatt Papier und mehreren Filzstiften an den Tisch. „Grüße von mir!“, sagt The Artist formerly known as Metal Warrior. „Von mir auch!“, ruft Don Lotzo, der in ein Kreuzworträtsel vertieft ist. „Lange nicht gesehen …“

Dann versinken die Fünf von BERLIN DISKRET wieder in ihr vormittägliches, schweigsames Machen und Tun. Die Schneeflocken tanzen weiter vor dem Fenster, Frau Heimann ist jetzt mit dem Schneeschippen fertig und klopft die Stiefel auf den Treppenstufen ab, damit sie nicht zu viel Schnee mit ins Haus bringt. DER NEUE fläzt sich gemütlich auf dem Sofa und packt ein weiteres Seidenkissen hinter den Kopf. Plötzlich fragt er nachdenklich: „Sagt mal, Jungs, wie seht ihr das: Wollen wir nicht endlich mal auftreten?“

The Artist formerly known as Metal Warrior, Herr Bottrop, Don Lotzo und Asphalt Tiger starren DEN NEUEN mit offenen Mündern an.

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Abb.: Schal und Pullover, selbstgestrickt (Produkt ähnlich oder verschieden) Model: Asphalt Tiger.

Das Rätsel geht weiter

20160620_101310Es bleibt spannend!

Das Rätsel:

Wer ist unser neuer Sänger ??? Von BERLIN DISKRET.

Ein kleiner Tipp: Es ist nicht Johnny Depp (zweiter von rechts).

Noch ein anderer kleiner Tipp: Vielleicht ist es der unheimliche Typ in der Mitte? Die Spaghetti im Bauch und der Klecks Tomatensauce darunter lassen es vermuten! Denn das ist schließlich das Lieblingsgericht von unserem neuen Sänger (siehe unten).

Vermutlich ist er der einzige von der Band, der vor hellem Kameralicht nicht erschrickt! Man kann sagen, dass er helles Kameralicht lässig wegsteckt. Oder so.

Das Rätsel geht also weiter.

Bis bald, liebe Freaks!

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Übrigens: BERLIN DISKRET hat jetzt ein offizielles Besucherbüro in der FACEBOOK-Zentrale eingerichtet !

Unser Neuer

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März 2016. Der Gitarrist-1 der Band, Herr Bottrop, ist mit seiner andern Band, der Terrorgruppe, auf Endlostour. Es ist Samstag Abend, und wie jeden Samstag Abend verbringen die Jungs von BERLIN DISKRET ihre Zeit gemeinsam vor dem Fernseher. Was sollen sie sonst machen? Etwa ohne Herrn Bottrop proben? Nö. (Faulheit siegt.)

Es klingelt. „DER NEUE!“, sagt Lotze. Mach mal auf. Asphalt Tiger schlurft und macht die Tür auf, der Neue kommt rein. Er hat Chips mitgebracht (um sich einzuschleimen). „Hey, Neuer!“, sagen alle. Der Neue quetscht sich zwischen die Drei aufs Sofa. The Artist formerly known as Metal Warrior reißt die Chips-Packung wortlos auf und schüttet die Chips ins Glasschälchen. Alle haben schon längst fettige Finger und eckige Augen vom Fernsehen. Don Lotzo spielt lässig mit der Fernbedienung. Plötzlich ist Herr Bottrop im Fernseher: Ein Bandinterview mit Terrorgruppe!

„DA!“, schreien alle.

„Ich fass es nicht! Euer Gitarrist ist im Fernsehen!“, japst der Neue.

„Unser Gitarrist ist IMMER im Fernsehen!“, triumphiert Don Lotzo und macht hörbar ein neues Dosenbier auf.

„Wenigstens sieht man im Fernsehen, dass er auf Tour gut zu Essen kriegt. Eine Sorge weniger!“, seufzt The Artist formerly known as Metal Warrior.

„A propos Fernsehen: Ich war früher mal in Anne Will verliebt“, wirft Asphalt Tiger ein. Alle starren ihn an, und plötzlich wird es unerträglich still. Umso lauter hören sie, wie Herr Bottrop im Fernsehen sagt:

„BERLIN DISKRET HAT EINEN NEUEN SÄNGER !!!“

Mit offenem Mund starren die Drei von BERLIN DISKRET und DER NEUE in die Glotze. Als sich ihre Fingerspitzen unwillkürlich in der Chips-Schale berühren, stieben die Funken. Alle sind elektrisiert.

„YEAH!“, rufen DIE VIER unisono und springen auf. High Five! Endlich weiß es die ganze Welt:

BERLIN DISKRET HAT EINEN NEUEN SÄNGER !!!

(DER NEUE ist jetzt fest drin in der Clique und die andern gehen auch mal Chips kaufen. Die Assis.)

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Aber wer ist bloß der NEUE SÄNGER? Das bleibt vorerst noch ein Geheimnis.

Gegenwärtig nur so viel:

Alter: 35. Familienstand: Ledig. Haarfarbe: Seife. Augenfarbe: Kajal. Lieblingsgericht: Spaghetti mit Tomatensoße. Lieblingsband: BERLIN DISKRET!

GEIL GEIL GEIL !!!

BERLIN DISKRET SIND STOLZ WIE BOLLE!!!

Wenn ihr wissen wollt, wie der neue Sänger heißt: Bleibt am Apparat! Schaltet nicht ab! Atomkraft: Ja, danke!

Die Kassetten sind da!

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1969: Als die Astronauten das erste Mal auf den Mond geflogen sind, haben sie den Außerirdischen als Geschenk eine Langspielplatte mitgebracht. Klappe auf, Armstrong springt raus, erste Schritte auf dem Mond: Hüpf! Da stand er dann. Umhängetasche auf, in rotes Geschenkpapier eingewickelte Geschenkeplatte rausholen. Wer nicht kam? Die Außerirdischen. Jeder kennt die Bilder: Armstrong stapft mit riesigen Moonboots auf dem Mond herum. Die Aliens dachten: „Sieht der scheiße aus!“ Was war drauf auf der Platte? Erst kurz vor seinem Tod hat Neil Armstrong das verraten: Natürlich, Woodstock … Keine Außerirdischen? Kein Wunder!

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Zweiter Versuch: 1977. Punkliebhaber atmen auf: Das Jahr des Punk!

Die Raumsonden Voyager 1 und 2 fliegen ins All. Das All wird dunkler, der blaue Planet kleiner. Mit den Sonden werden Goldene Schallplatten ins All befördert. Neben einer Ansprache des Wehrmachtsangehörigen und damaligen UN-Generalsekretärs Kurt Waldheim (geil: „Wir treten aus unserem Sonnensystem ins Universum auf der Suche nur nach Frieden und Freundschaft …“) und typischen Geräuschen von der Mutter Erde (Erdbeben, Donner, Regen, Wind, Tiergeräusche, Trecker, Autos, menschliche Vitalfunktionen und ein heterosexueller Kuss) enthalten die Schallplatten auch Musikaufnahmen. Unter den 27 Musikstücken befindet sich – neben unbestreitbar okayen Kompositionen von Mozart, Beethoven und Bach, dem Initiationsgesang eines Pygmäenmädchens, einem Männerhausgesang aus Neuguinea und aserbeidschanischen Sackpfeifengedudel – jedoch nur ein einziges Lied, das außerirdischen Punks gefallen könnte: Johnny B. Goode von Chuck Berry.

Warum??? Das Album der Sex Pistols kam erst raus, als Voyager 1 und 2 schon etwa zwei Monate lang im All schwebten. Doch die wesentlich geilere Scheibe der Punkband The Damned, Damned Damned Damned, war schon etwa ein halbes Jahr draußen!

Menschliches Versagen ist schuld daran, dass die Goldenen Schallplatten der Voyager nicht viel aufregender als ein beliebiger K-Tel-Hitparadesamplers, eine Arcade-Schlagerrallye oder die Superhits aus Wim Thoelkes Großem Preis ausfielen.

Es ist kein Wunder: Die außerirdischen Jungpunks haben sich die Schallplatten der Voyager, neugierig und weltoffen wie sie waren, zwar mal kurz angehört. Aber richtig gefetzt hat das nicht! Im Vergleich zu dem, was sie seit einiger Zeit auf ihren Kassettenradios aus den Ätherwellen aus dem All mitschnitten – The Clash, Buzzcocks, The Ramones, Dictators und Dead Boys und der ganze heiße Scheiß – war Chuck Berry eben Schnee von gestern, und der alte Schockrocker Kurt Waldheim of SA-Fame hat natürlich bei denen ganz derbe abgekackt. Diese Schallplatten lockten einfach keinen einzigen außerirdischen Jungpunk von seinem heimischen Kassettenrekorder weg, und so blieb die ganze interstellare Punkszene von den Weltraumforschern unentdeckt.

Schade!

Die Kaufkassette von Berlin Diskret jedenfalls, mit allen Titeln ihrer großartigen Scheibe Kurfürstendamnedamnedamned, ist für den sagenhaften Kaufpreis von nur 5 Mark, sorry: 5 Euro — bei Twisted Chords erhältlich! Auf 100 Stück limitiert, Vierfarbcover, blaue Tapes und blaue Hüllen. Sieht dufte aus, fühlt sich gut an.

Holt sie euch! Schnell! Ihr außerirdischen Jungpunks.

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„There’s aliens in our midst / where they come from, no-one knows“ (The Twinkeyz)

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Das war eine dufte Party!

Danke an alle, die bei unserer Record Release Party im Kastanienkeller mit uns gefeiert haben! Ein super Abend!

Daniel Distraction hat uns gefilmt: Was wir an einem Freitag den Dreizehnten so auf der Bühne machen. Tausend Dank, Daniel!

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Es fing an wie immer. Helles Licht, alles hin und her schieben. Verstärker, Mikrofonständer, Trommeln. Kabel: Stolperfalle. Kilometer Kabel!
Dann ging das Licht aus und die Leute waren da. Konzert: Sold out.

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DIE TUNNEL drehten sofort die Boxen auf. Gitarre, Bass, Synthie, Drums. Blaues Licht, rotes Licht. Trip trip, trip trip, trip trip, trip tripping! Psychedelische Musik, Dreizehnte Stockaufzüge und kalifornische Wellen. Große Hallräume: so hört der Weiße Hai Musik!

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Danach PISSE. Unter den Leuten jetzt auffällig viele KunststudentInnen mit Situationistenfrisuren. Lassen ihre Kleider wohl bei Bauhaus schneidern? PISSE spielten mit Hochdruck. Die Leute konnten nicht mehr an sich halten und spritzten mit gelber Flüssigkeit rum und jeder bekam sozusagen einen „Strahl der Wahrheit“ (so sagten die katholischen Konzilsväter 1965) ab. PISSE: von oben bis unten klatschnass!

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Kein Leichtes für BERLIN DISKRET, sozusagen in die Fußstapfen von PISSE, in die tiefen Pfützen, die PISSE auf der Bühne hinterlassen hatte, zu treten: halsbrecherische Angelegenheit, Ausrutscher lebensgefährlich. BERLIN DISKRET absolvierte das Bühnenprogramm mit Bravour, meisterhaft, machte gute Miene zum kindlichen Spiel.

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Zugabe! Die Überraschung des Abends war offiziell gar nicht angekündigt: FOTZENPOWER GERMANY, eine neue Supergroup. Die drei Musikerinnen gaben, kurz nach ihrer Gründung, bereits ihr drittes Konzert vor ausverkauftem Haus. Neben PISSE ist die Newcomerband FOTZENPOWER GERMANY ein weiterer Beweis, dass der menschliche Körper mit allem Drin, Drum und Dran immer noch zum Faszinierendsten gehört, was sich junge Punks vorstellen können. Einigen macht das Angst, und daher wird FOTZENPOWER GERMANY bereits kontrovers diskutiert. BERLIN DISKRET wünscht der Band viel Erfolg!

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War das ein schöner Abend! Am nächsten Tag dann ein schlimmes Erwachen: Das Radio berichtet über die Terroranschläge in Paris … an einem Freitag, den Dreizehnten …

Ein Trost: Die Musik der drei Bands hallte den Jungs von BERLIN DISKRET noch lange in den Gehörgängen nach, und auch der Geruch dieses Abends mit TUNNEL, PISSE und FOTZENPOWER blieb an ihnen haften und sollte sie noch einige Tage begleiten: ein schwerer Duft, etwas süßlich, stechend scharf. „Du riechst nach …“, schnüffelten die Leute: „Du riechst … so nach Mensch!“
Ist das nicht ein schönes Kompliment? In dieser kalten, herzlosen Zeit?

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Hier ein weiterer Konzertbericht vom Dubpunker, der auch einige Songs auf Youtube gestellt hat. Danke dafür! Und hier sind die großartigen FOTZENPOWER GERMANY ! Applaus! Applaus! Applaus!