Ein Wintervormittag mit Berlin Diskret

„28“ – The Artist formerly known as Metal Warrior reißt ein Kalenderblatt ab. „Der Januar vergeht in diesem Jahr irgendwie viel langsamer als sonst“, wundert er sich. Die Fünf von BERLIN DISKRET sitzen in ihrem Proberaum. Draußen vor dem Fenster tanzen die Schneeflocken, und auf der anderen Straßenseite schippt Frau Heimann, ihre Nachbarin, Schnee vom Fußgängerweg runter. Metal Warrior öffnet das Fenster und winkt: „Hallo, Frau Heimann!“ Dann schließt er es schnell wieder: Minustemperaturen!

„Hat eigentlich schon irgendjemand die Zeitung heute reingeholt?“, fragt Don Lotzo in die Runde. Bei diesem ungemütlichen Wetter geht niemand freiwillig vor die Tür. Da pfeift plötzlich der Teekessel. „Will noch jemand Pfefferminztee?“, ruft Herr Bottrop freudestrahlend und läuft mit der frisch gefüllten Warmhaltekanne einmal durch den Raum. „Ich!“ Asphalt Tiger hebt den Finger. Nachdem er den Schal für Don Lotzo fertig gestrickt hat, ist jetzt ein bunter Pullover dran. „Für wen?“, erkundigt sich DER NEUE neugierig. „Für dich!“, verkündet Asphalt Tiger: „Bandpullover!“

Vormittägliche Stille legt sich wieder über den Raum, und nur die Wanduhr tickt leise. „Ich schreib jetzt mal der Tante Gerda!“, verkündet Herr Bottrop und setzt sich mit einem weißen Blatt Papier und mehreren Filzstiften an den Tisch. „Grüße von mir!“, sagt The Artist formerly known as Metal Warrior. „Von mir auch!“, ruft Don Lotzo, der in ein Kreuzworträtsel vertieft ist. „Lange nicht gesehen …“

Dann versinken die Fünf von BERLIN DISKRET wieder in ihr vormittägliches, schweigsames Machen und Tun. Die Schneeflocken tanzen weiter vor dem Fenster, Frau Heimann ist jetzt mit dem Schneeschippen fertig und klopft die Stiefel auf den Treppenstufen ab, damit sie nicht zu viel Schnee mit ins Haus bringt. DER NEUE fläzt sich gemütlich auf dem Sofa und packt ein weiteres Seidenkissen hinter den Kopf. Plötzlich fragt er nachdenklich: „Sagt mal, Jungs, wie seht ihr das: Wollen wir nicht endlich mal auftreten?“

The Artist formerly known as Metal Warrior, Herr Bottrop, Don Lotzo und Asphalt Tiger starren DEN NEUEN mit offenen Mündern an.

schal

Abb.: Schal und Pullover, selbstgestrickt (Produkt ähnlich oder verschieden) Model: Asphalt Tiger.

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Das Rätsel geht weiter

20160620_101310Es bleibt spannend!

Das Rätsel:

Wer ist unser neuer Sänger ??? Von BERLIN DISKRET.

Ein kleiner Tipp: Es ist nicht Johnny Depp (zweiter von rechts).

Noch ein anderer kleiner Tipp: Vielleicht ist es der unheimliche Typ in der Mitte? Die Spaghetti im Bauch und der Klecks Tomatensauce darunter lassen es vermuten! Denn das ist schließlich das Lieblingsgericht von unserem neuen Sänger (siehe unten).

Vermutlich ist er der einzige von der Band, der vor hellem Kameralicht nicht erschrickt! Man kann sagen, dass er helles Kameralicht lässig wegsteckt. Oder so.

Das Rätsel geht also weiter.

Bis bald, liebe Freaks!

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Übrigens: BERLIN DISKRET hat jetzt ein offizielles Besucherbüro in der FACEBOOK-Zentrale eingerichtet !

Unser Neuer

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März 2016. Der Gitarrist-1 der Band, Herr Bottrop, ist mit seiner andern Band, der Terrorgruppe, auf Endlostour. Es ist Samstag Abend, und wie jeden Samstag Abend verbringen die Jungs von BERLIN DISKRET ihre Zeit gemeinsam vor dem Fernseher. Was sollen sie sonst machen? Etwa ohne Herrn Bottrop proben? Nö. (Faulheit siegt.)

Es klingelt. „DER NEUE!“, sagt Lotze. Mach mal auf. Asphalt Tiger schlurft und macht die Tür auf, der Neue kommt rein. Er hat Chips mitgebracht (um sich einzuschleimen). „Hey, Neuer!“, sagen alle. Der Neue quetscht sich zwischen die Drei aufs Sofa. The Artist formerly known as Metal Warrior reißt die Chips-Packung wortlos auf und schüttet die Chips ins Glasschälchen. Alle haben schon längst fettige Finger und eckige Augen vom Fernsehen. Don Lotzo spielt lässig mit der Fernbedienung. Plötzlich ist Herr Bottrop im Fernseher: Ein Bandinterview mit Terrorgruppe!

„DA!“, schreien alle.

„Ich fass es nicht! Euer Gitarrist ist im Fernsehen!“, japst der Neue.

„Unser Gitarrist ist IMMER im Fernsehen!“, triumphiert Don Lotzo und macht hörbar ein neues Dosenbier auf.

„Wenigstens sieht man im Fernsehen, dass er auf Tour gut zu Essen kriegt. Eine Sorge weniger!“, seufzt The Artist formerly known as Metal Warrior.

„A propos Fernsehen: Ich war früher mal in Anne Will verliebt“, wirft Asphalt Tiger ein. Alle starren ihn an, und plötzlich wird es unerträglich still. Umso lauter hören sie, wie Herr Bottrop im Fernsehen sagt:

„BERLIN DISKRET HAT EINEN NEUEN SÄNGER !!!“

Mit offenem Mund starren die Drei von BERLIN DISKRET und DER NEUE in die Glotze. Als sich ihre Fingerspitzen unwillkürlich in der Chips-Schale berühren, stieben die Funken. Alle sind elektrisiert.

„YEAH!“, rufen DIE VIER unisono und springen auf. High Five! Endlich weiß es die ganze Welt:

BERLIN DISKRET HAT EINEN NEUEN SÄNGER !!!

(DER NEUE ist jetzt fest drin in der Clique und die andern gehen auch mal Chips kaufen. Die Assis.)

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Aber wer ist bloß der NEUE SÄNGER? Das bleibt vorerst noch ein Geheimnis.

Gegenwärtig nur so viel:

Alter: 35. Familienstand: Ledig. Haarfarbe: Seife. Augenfarbe: Kajal. Lieblingsgericht: Spaghetti mit Tomatensoße. Lieblingsband: BERLIN DISKRET!

GEIL GEIL GEIL !!!

BERLIN DISKRET SIND STOLZ WIE BOLLE!!!

Wenn ihr wissen wollt, wie der neue Sänger heißt: Bleibt am Apparat! Schaltet nicht ab! Atomkraft: Ja, danke!

Die Kassetten sind da!

berlin diskret tape

1969: Als die Astronauten das erste Mal auf den Mond geflogen sind, haben sie den Außerirdischen als Geschenk eine Langspielplatte mitgebracht. Klappe auf, Armstrong springt raus, erste Schritte auf dem Mond: Hüpf! Da stand er dann. Umhängetasche auf, in rotes Geschenkpapier eingewickelte Geschenkeplatte rausholen. Wer nicht kam? Die Außerirdischen. Jeder kennt die Bilder: Armstrong stapft mit riesigen Moonboots auf dem Mond herum. Die Aliens dachten: „Sieht der scheiße aus!“ Was war drauf auf der Platte? Erst kurz vor seinem Tod hat Neil Armstrong das verraten: Natürlich, Woodstock … Keine Außerirdischen? Kein Wunder!

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Zweiter Versuch: 1977. Punkliebhaber atmen auf: Das Jahr des Punk!

Die Raumsonden Voyager 1 und 2 fliegen ins All. Das All wird dunkler, der blaue Planet kleiner. Mit den Sonden werden Goldene Schallplatten ins All befördert. Neben einer Ansprache des Wehrmachtsangehörigen und damaligen UN-Generalsekretärs Kurt Waldheim (geil: „Wir treten aus unserem Sonnensystem ins Universum auf der Suche nur nach Frieden und Freundschaft …“) und typischen Geräuschen von der Mutter Erde (Erdbeben, Donner, Regen, Wind, Tiergeräusche, Trecker, Autos, menschliche Vitalfunktionen und ein heterosexueller Kuss) enthalten die Schallplatten auch Musikaufnahmen. Unter den 27 Musikstücken befindet sich – neben unbestreitbar okayen Kompositionen von Mozart, Beethoven und Bach, dem Initiationsgesang eines Pygmäenmädchens, einem Männerhausgesang aus Neuguinea und aserbeidschanischen Sackpfeifengedudel – jedoch nur ein einziges Lied, das außerirdischen Punks gefallen könnte: Johnny B. Goode von Chuck Berry.

Warum??? Das Album der Sex Pistols kam erst raus, als Voyager 1 und 2 schon etwa zwei Monate lang im All schwebten. Doch die wesentlich geilere Scheibe der Punkband The Damned, Damned Damned Damned, war schon etwa ein halbes Jahr draußen!

Menschliches Versagen ist schuld daran, dass die Goldenen Schallplatten der Voyager nicht viel aufregender als ein beliebiger K-Tel-Hitparadesamplers, eine Arcade-Schlagerrallye oder die Superhits aus Wim Thoelkes Großem Preis ausfielen.

Es ist kein Wunder: Die außerirdischen Jungpunks haben sich die Schallplatten der Voyager, neugierig und weltoffen wie sie waren, zwar mal kurz angehört. Aber richtig gefetzt hat das nicht! Im Vergleich zu dem, was sie seit einiger Zeit auf ihren Kassettenradios aus den Ätherwellen aus dem All mitschnitten – The Clash, Buzzcocks, The Ramones, Dictators und Dead Boys und der ganze heiße Scheiß – war Chuck Berry eben Schnee von gestern, und der alte Schockrocker Kurt Waldheim of SA-Fame hat natürlich bei denen ganz derbe abgekackt. Diese Schallplatten lockten einfach keinen einzigen außerirdischen Jungpunk von seinem heimischen Kassettenrekorder weg, und so blieb die ganze interstellare Punkszene von den Weltraumforschern unentdeckt.

Schade!

Die Kaufkassette von Berlin Diskret jedenfalls, mit allen Titeln ihrer großartigen Scheibe Kurfürstendamnedamnedamned, ist für den sagenhaften Kaufpreis von nur 5 Mark, sorry: 5 Euro — bei Twisted Chords erhältlich! Auf 100 Stück limitiert, Vierfarbcover, blaue Tapes und blaue Hüllen. Sieht dufte aus, fühlt sich gut an.

Holt sie euch! Schnell! Ihr außerirdischen Jungpunks.

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„There’s aliens in our midst / where they come from, no-one knows“ (The Twinkeyz)

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Das war eine dufte Party!

Danke an alle, die bei unserer Record Release Party im Kastanienkeller mit uns gefeiert haben! Ein super Abend!

Daniel Distraction hat uns gefilmt: Was wir an einem Freitag den Dreizehnten so auf der Bühne machen. Tausend Dank, Daniel!

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Es fing an wie immer. Helles Licht, alles hin und her schieben. Verstärker, Mikrofonständer, Trommeln. Kabel: Stolperfalle. Kilometer Kabel!
Dann ging das Licht aus und die Leute waren da. Konzert: Sold out.

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DIE TUNNEL drehten sofort die Boxen auf. Gitarre, Bass, Synthie, Drums. Blaues Licht, rotes Licht. Trip trip, trip trip, trip trip, trip tripping! Psychedelische Musik, Dreizehnte Stockaufzüge und kalifornische Wellen. Große Hallräume: so hört der Weiße Hai Musik!

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Danach PISSE. Unter den Leuten jetzt auffällig viele KunststudentInnen mit Situationistenfrisuren. Lassen ihre Kleider wohl bei Bauhaus schneidern? PISSE spielten mit Hochdruck. Die Leute konnten nicht mehr an sich halten und spritzten mit gelber Flüssigkeit rum und jeder bekam sozusagen einen „Strahl der Wahrheit“ (so sagten die katholischen Konzilsväter 1965) ab. PISSE: von oben bis unten klatschnass!

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Kein Leichtes für BERLIN DISKRET, sozusagen in die Fußstapfen von PISSE, in die tiefen Pfützen, die PISSE auf der Bühne hinterlassen hatte, zu treten: halsbrecherische Angelegenheit, Ausrutscher lebensgefährlich. BERLIN DISKRET absolvierte das Bühnenprogramm mit Bravour, meisterhaft, machte gute Miene zum kindlichen Spiel.

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Zugabe! Die Überraschung des Abends war offiziell gar nicht angekündigt: FOTZENPOWER GERMANY, eine neue Supergroup. Die drei Musikerinnen gaben, kurz nach ihrer Gründung, bereits ihr drittes Konzert vor ausverkauftem Haus. Neben PISSE ist die Newcomerband FOTZENPOWER GERMANY ein weiterer Beweis, dass der menschliche Körper mit allem Drin, Drum und Dran immer noch zum Faszinierendsten gehört, was sich junge Punks vorstellen können. Einigen macht das Angst, und daher wird FOTZENPOWER GERMANY bereits kontrovers diskutiert. BERLIN DISKRET wünscht der Band viel Erfolg!

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War das ein schöner Abend! Am nächsten Tag dann ein schlimmes Erwachen: Das Radio berichtet über die Terroranschläge in Paris … an einem Freitag, den Dreizehnten …

Ein Trost: Die Musik der drei Bands hallte den Jungs von BERLIN DISKRET noch lange in den Gehörgängen nach, und auch der Geruch dieses Abends mit TUNNEL, PISSE und FOTZENPOWER blieb an ihnen haften und sollte sie noch einige Tage begleiten: ein schwerer Duft, etwas süßlich, stechend scharf. „Du riechst nach …“, schnüffelten die Leute: „Du riechst … so nach Mensch!“
Ist das nicht ein schönes Kompliment? In dieser kalten, herzlosen Zeit?

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Hier ein weiterer Konzertbericht vom Dubpunker, der auch einige Songs auf Youtube gestellt hat. Danke dafür! Und hier sind die großartigen FOTZENPOWER GERMANY ! Applaus! Applaus! Applaus!

13.11. Record Release Party mit BERLIN DISKRET, PISSE und TUNNEL @ Kastanienkeller

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Abb.: Der junge Horst Buchholz in seiner Paraderolle als Elitesoldat des Kommando Spezialkräfte der Bundeswehr – ein feuchter Traum von Jungpunks, die sich PISSE und DIE TUNNEL nennen (a.k.a. DIE MOKKA-TUNNEL).

BERLIN DISKRET feiert mit den Jungpunks ihre RECORD RELEASE PARTY.

Wo? Kastanienkeller, Berlin

Wann? Freitag, 13. November 2015, ab 22 Uhr.

BERLIN DISKRET LP-RELEASE von KURFÜRSTENDAMNEDAMNEDAMNED! — PISSE!DIE TUNNEL! — HORST BUCHHOLZ! GEIL!

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Die duften Jungs von der KSK beweisen im Kampfeinsatz in Afghanistan oder wo man sie sonst noch hinschickt (weil sie bei uns in der Fußgängerzone nur noch auf dumme Gedanken kommen und delinquent werden), besonderen Mut: Sie brauchen keine schwere Rüstung, weil sie die Spezialwaffe Mut und Überlegenheit und Sexiness haben. Sie lecken mit ihrer Zunge an der Messerklinge, und ihr junges Blut läuft strahlend rot und heiß über den glänzenden Stahl, um dampfend in den Wüstensand zu fallen. Allen voran ins Feld springt Horst Buchholz, der um die Ecke vom Kastanienkeller, Berlin Ecke Schönhauser, seine erste Nahkampferfahrung gesammelt hat. Er reißt sich in der Hitze des Einsatzgebiets die Kleider vom Leib, um die Echtheit der Welt auf seiner Haut zu spüren: Geil.

Ihren Helm brauchen die Jungs von der KSK nicht als Schutz gegen herabfallende Bomben, sondern gegen die herabfallende Sonne. Wenn ihre feuchten blonden Locken vom Schwitzen zu feucht sind, so dass ihnen vom beißenden Salz Tränen in ihre treuen Augen steigen, heben sie einfach ihren Helm und eine Drohne kommt und föhnt die Haare mit dem Propeller trocken. Ihre Haare wehen im Wind. Einfach GEIL!

PISSE und TUNNEL von der KSK geht bei ihrem Einsatz im Kastanienkeller voll einer ab! KSK, ihr Punks, heißt übrigens Kommando Spezialkräfte, nicht Künstlersozialkasse. Die KSK ist der DSK, der Division Schnelle Kräfte unterstellt, und Angaben über Erfolge und Verluste werden bei denen nicht gemacht. Das ist PUNK!

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Damit sind die geilen Bands PISSE und TUNNEL schon erschöpfend beschrieben und wir wären bei BERLIN DISKRET, aufgrund des Senioritätsprinzips Headliner des Abends.

Die — so die Konzertankündigung im Stressfaktor — „Berliner Altpunks ‚Berlin Diskret‘ (Ex-Shocks, Terrorgruppe, The Bottrops)“ bleiben auf ihrer RECORD RELEASE PARTY vorerst im Dunkeln. Wenn die Jungs von PISSE und DIE TUNNEL erschlafft von der Bühne kommen, drängen sich die Altpunks nach vorn, ins Licht, legen ihnen die Arme um die schlanken Hälse, tätscheln ihre flaumigen Wangen und fahren mit gierigen Fingern durch ihre salzigen Haare unter dem Helm, um sich beim Ablecken an den Schweiß von Sid Vicious zu erinnern, den sie 1977 von den Bühnenbrettern geleckt haben. Tränen der Rührung: PUNX NOT DEAD!

OH NO! 1977 bis 2015: eine lange Zeit. BERLIN DISKRET, der beliebtesten Punkband Alt-Kreuzbergs, gelingt es im Flug, die Jahre zu überbrücken, die Zeit zu vergessen und in die reine Gegenwart EINZUTAUCHEN. Wie ein sich nicht öffnender Fallschirm springen sie auf die Bühne, ins strahlende Rampenlicht, und tanzen zum Herzschlag der besten Musik. Einfach geil!

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Abb.: Ein Zeitdokument aus trüber Zeit: DIE TUNNEL von Berlin featuring Horst Buchholz im Jahre 1981. Der ursprüngliche, gute 1977er Punk war tot und die übriggebliebenen Punks lieferten sich, in hässliche Uniformen gehüllt, kriminelle Kleinkriege in den Fußgängerzonen von Gesamt-Berlin. Um wie vieles besser ist alles heute: Sexy angebräunte Punks in der KSK! Raus aus dem Kiez und rein, wo die Sonne immer scheint!

31.10. Berlin Diskret + Brausepöter @ Goldgrube, Kassel

Yeah geil oder schön: BERLIN DISKRET treten mit der legendären Band BRAUSEPÖTER aus Rietberg bei Bielefeld auf.

BRAUSEPÖTER: Nach ihrer Gründung 1978 hat sich die Ur-NDW- / New-Wave-Band schon 1982 wieder aufgelöst und, nachdem sie einige musikalisch eher unergiebige Jahrzehnte übersprungen hat, vor einigen Jahren erneut zusammengesetzt. Denn in der Gegenwart ist es wieder wichtig, Musik zu machen. Vor allem JETZT!

Das heißt im vorliegenden Fall: in der GOLDGRUBE in Kassel (Eisenschmiede 85). Die GOLDGRUBE ist ein neuer dufter Laden für gute Konzerte. Das Bier fließt dort in Strömen und das Licht geht niemals aus. Früher war dort der GOLDANKAUF, ein Elektro-Klub, der dicht gemacht hat. Wir wissen, wie das so geht: Elektronik = schnell schrott, das Zeug wird dann in Afrika auf großen Müllhalden erst mit dem Vorschlaghammer zerkloppt und dann großflächig abgefackelt. Gitarren dagegen halten ewig, vielleicht auch, weil sie im Gegensatz zu Elektro nicht mit digitalem Kriechstrom und/oder feigem modernem Shitstrom betrieben werden, sondern mit gutem altem Starkstrom: also sie können was ab. Sie funkeln im Scheinwerferlicht.

Der GOLDGRUBE natürlich !!! Für alte Synthies gilt das gleiche (gut).

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